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Veranstaltungen

„Tief verborgen – tief verletzt“ Tagung über sexualisierte Gewalt in Paar­beziehungen am 30.11.2017 in Wien

Damit von sexualisierter Gewalt betroffene Frauen noch bessere Hilfe und Unterstützung erhalten und ein gesell­schaftliches Bewusstsein entsteht, das dieser massiven Verletzung entspricht, veranstaltet der Verein ZÖF eine Tagung über sexualisierte Gewalt in Paar­beziehungen.

Donnerstag, den 30. November 2017, 08:00-16:30 Uhr

Ankerbrotfabrik, Absberggasse 27, 1100 Wien

Der Veranstaltungsort ist barrierefrei zugänglich.;

Die Teilnahme inkl. Tagungsgetränken ist kostenlos.

Das detaillierte Programm zur Tagung finden Sie im Anhang.

http://www.frauenhaeuser-zoef.at/veranstaltungen.htm#1


Break the Silence“ – Tagung über Mit­betroffenheit von Kindern bei häuslicher Gewalt am 15.12.2017 in Graz

Eine Kooperations­veranstaltung des Vereins Frauenhäuser Steiermark, des Vereins ZÖF und des Frauenressorts des Landes Steiermark.

http://www.frauenhaeuser-zoef.at/veranstaltungen.htm#2

 

 

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Ein herzliches Dankeschön an die Pfarrgemeinde Loosdorf, die auch heuer wieder zahlreiche  Erntegaben an unsere Frauen und Kinder gespendet haben.

K800 Erntedank 2017 9999 228


 

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Von Manuela Tomic Aus der ZEIT Nr. 36/2017

Frauenhäuser – Die andere Flucht

Immer öfter suchen Migrantinnen und Frauen aus Kriegsregionen in Frauenhäusern Schutz vor gewalttätigen Männern. Das hat die Arbeit der Einrichtungen verändert – doch die finanziellen Probleme bleiben.

Frauenhäuser: Jede fünfte Frau erlebt einmal in ihrem Leben körperliche oder sexuelle Gewalt. Oft sind Frauenhäuser der letzte Zufluchtsort.

Jede fünfte Frau erlebt einmal in ihrem Leben körperliche oder sexuelle Gewalt. Oft sind Frauenhäuser der letzte Zufluchtsort.

Für Außenstehende ist im Empfangsraum des unauffälligen Wohnhauses in St. Pölten Endstation. Selbst dort lässt Hausherrin Maria Imlinger niemanden aus den Augen. An den Wänden hängen bunte Zeichnungen, ein Keyboard lädt zum Spielen ein, aus den großen Fenstern blickt man ins Grüne. Die gemütliche Atmosphäre täuscht. Das Haus ist mit etlichen Alarmanlagen und Notrufknöpfen gesichert.

„Die Polizei wäre innerhalb kürzester Zeit da“, sagt Imlinger. Und das ist gelegentlich auch nötig. Denn hier wohnen Frauen, die sich vor gewalttätigen Ehemännern oder Partnern schützen müssen. Imlinger, 61 Jahre alt, türkises Shirt, gemusterte Hose, leitet das Haus der Frau in St. Pölten, eines der größten Frauenhäuser in Österreich. Insgesamt 36 Frauen und deren Kinder können in 18 Zimmern unterkommen, die sich über mehrere Immobilien in der Stadt verteilen. Selten bleibt ein Platz lange unbewohnt.

Jede fünfte Frau in Österreich erlebt zumindest einmal im Leben körperliche oder sexuelle Gewalt, jede siebte wird Opfer von Stalking. „Wir müssen unsere Kinder und Frauen in Zukunft viel besser vor Gewalttaten schützen“, holte ÖVP-Chef Sebastian Kurz das emotionsgeladene Thema unlängst auf die Wahlkampfagenda. Doch wie so oft geht es nicht um Hilfe für die Opfer, sondern nur um härtere Strafen.

Frauenhäuser, für die Betroffenen oft die letzte Zuflucht, kämpfen derweil mit alten und mit neuen Problemen: Mehr als 3.250 Frauen und Kinder haben im letzten Jahr in den 30 österreichischen Frauenhäusern Schutz gesucht. Immer öfter stammen sie aus Krisenregionen wie Afghanistan, Pakistan, dem Irak oder Syrien. Das verändert auch die Arbeit der Einrichtungen. Gleich geblieben sind die finanziellen Sorgen: Etliche Noteinrichtungen sind chronisch unterfinanziert.

Maria Imlinger leitet das Haus in St. Pölten seit über 20 Jahren. Die Arbeit habe sich seitdem deutlich verändert, sagt sie. Das beginnt schon beim Personal: Unter ihren 22 Mitarbeiterinnen sind vor allem Sozialarbeiterinnen und Sozialpädagoginnen. Doch um mit den vielen Frauen aus unterschiedlichen Kulturen überhaupt reden zu können und um ihren familiären Kontext zu verstehen, bräuchte es viel mehr Dolmetscher und Psychotherapeuten, die zumindest Arabisch sprechen. Und die sind schwer zu finden.

In Wien arbeitet die Interventionsstelle gegen Gewalt an Frauen deshalb neuerdings mit Online-Dolmetschern zusammen, die per Skype zugeschaltet werden. Die Einrichtung ist eine Schnittstelle zwischen Frauenhäusern und Polizei: Sobald die Polizei eine Gewalttat meldet, kontaktiert die Interventionsstelle das Opfer, betreut und vermittelt es eventuell an ein Frauenhaus weiter. 4.000 polizeiliche Meldungen seien vergangenes Jahr eingegangen, sagt Rosa Logar, die Geschäftsführerin der Interventionsstelle.

336 Frauen wurden im letzten Jahr aus Platzmangel abgewiesen

In ihrem Büro in der Wiener Mariahilfer Straße ist es an diesem Nachmittag drückend heiß. Die Regale sind vollgeräumt mit juristischen Büchern und Aktenordnern. „Frauenhäuser waren schon immer ein Spiegel der gesellschaftlichen und politischen Verhältnisse“, sagt Logar, „angefangen von den türkischen Gastarbeiterinnen, den polnischen Flüchtlingen zu Solidarność-Zeiten oder jenen nach dem Zerfall Jugoslawiens.“

Logar war 20 Jahre alt, als sie mit Kommilitoninnen der Uni Wien das erste Frauenhaus in Österreich gründete. Das war im Jahr 1978. „Es gab damals keine Kameras oder Sicherheitsschlösser wie heute“, erzählt die Frau mit der markanten roten Brille, „manchmal mussten wir die Männer mit den eigenen Händen abwehren, bis die Polizei kam.“ Die Frauen lagen anfangs auf Campingbetten oder Matratzen. Jeder Zentimeter wurde genutzt, denn die Nachfrage war von Beginn an da.

Damals waren es mehrheitlich österreichische Frauen, die Zuflucht suchten. Es sei viel Aufklärungsarbeit notwendig gewesen: „Oft gab es verblüffte Gesichter, als wir den Frauen gesagt haben, dass es nicht ihre eheliche Pflicht ist, mit ihrem Mann zu schlafen“, erinnert sich Logar. Geändert habe sich in den fast 40 Jahren das Verständnis dafür, dass es sich bei psychischer Gewalt ebenso um eine Form von Gewalt handle, sagt sie.

Maria Imlinger beobachtet in St. Pölten eine weitere Entwicklung: „Die Frauen, die zu uns kommen, werden tendenziell immer jünger.“ Die älteste Bewohnerin im Haus der Frau ist derzeit zwar 74 Jahre alt, immer öfter kämen heute aber 20- bis 30-Jährige mit ihren Kindern.

Die meisten bleiben nur für ein paar Tage. Bis zu sechs Monate können es in Einzelfällen werden, etwa dann, wenn eine Scheidung vorbereitet wird. „Aber wir sind hier kein Hotel“, betont Imlinger. Die Frauen versorgen sich selbst, betreuen die Kinder, kochen und putzen. Und sie müssen an den Terminen mit den Betreuerinnen teilnehmen. Wer einen Job hat, geht auch weiterhin arbeiten.


 

Finissage im REDpoint Wiener Straße 13

zugunsten des Frauenhauses St. Pölten mit einem Erlös von

€ 420,00 – herzlichen Dank

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DM engagiert sich für eine bessere Welt

anlässlich des 40 jährigen Jubiläums werden 40 gute Taten vollbracht-

das Frauenhaus St. Pölten ist unter den 40 auserwählenten Projekten und erhält Geld – und Sachspenden.

Ein herzliches Dankeschön

Hilfe von dm sehr willkommen

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sj vortrag

23. November 2016 – 18 Uhr – REDpoint Wiener Straße 13

Diskussionsabend anlässlich des 25. November 2016 – mit

Maria Imlinger und der SJ St. Pölten 

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25. November 2016 – Internationaler Tag gegen Gewalt an Frauen

Fahnenhissen „Frei leben ohne Gewalt“

Foto:Talkner Bezirksblätter

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Umbrella March_2016

Am Montag, 20. Juni findet der St. Pöltner Umbrella March statt. Treffpunkt ist um 14 Uhr vor dem Rathaus; die Route führt ins Landesregierungsviertel. Der European Umbrella March am diesjährigen Flüchtlingstag wird vor allem dazu genutzt, Solidarität mit den subsidiär schutzberechtigten Niederösterreicher_innen zum Ausdruck zu bringen.

Zeigen wir gemeinsam Solidarität! Bringt Schilder und Regenschirme mit!

Bitte weitererzählen – und mitmachen!

 

VERANSTALTUNGEN RUND UM DEN 8. MÄRZ 2016

 -) Dienstag, 16. Februar, 12.00 Uhr, NÖ Landhaus, Leopoldsaal: Benefiz-Suppenessen für die Aktion Familienfasttag – gemeinsam das Leben benachteiligter Frauen fairändern! (Eine Veranstaltung der Katholischen Frauenbewegung der Diözese St. Pölten)

-) Dienstag, 16. Februar, 18.00 Uhr, Café Pusch: Frauensalon zum Thema „Transidentität – Vielfalt der Geschlechter“ 

-) Samstag, 5. März, 10.00 Uhr, Stadtbücherei: Frauenspuren – vergessene Literatinnen (Maria Lazar, Rosa Mayreder, Herta Kräftner), eine Lesung mit Gertraud Weghuber (Eine Veranstaltung des Büros für Diversität St. Pölten in Kooperation mit der Stadtbücherei St. Pölten)

-) Sonntag, 6. März, 16.00 Uhr, Freiraum (Herzogenburger Str. 12): „Des Kaisers neue Kleider“, ein Bewegungstheater unter der Leitung von Auguste Reichel (Eine Veranstaltung des Büros für Diversität St. Pölten und Freiraum St. Pölten)

.) Dienstag, 8. März, 19.00 Uhr, Steingöttersaal (Prandtauerstraße 4): „Schneewittchen-Fieber“, eine Lesung mit Angelika Hager alias Polly Adler (Eine Veranstaltung der SPÖ-Frauen St. Pölten)

Theater_Geheimsache Rosa Luxemburg

Liebe Interessentin ! Liebe/r Kollegin/Kollege! Liebe/r Kooperationspartner/in!

Theater zum Internationalen Frauentag – Eine Veranstaltung des Frauenplattform St. Pölten:

“Geheimsache Rosa Luxemburg” mit Anita Zieher

Freier Eintritt! Zählkarten können im Kino – Cinema Paradiso abgeholt werden!

Termin: 11. März 2016 um 18:00 Uhr

Ort: Cinema Paradiso

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Zonta Benefizkonzert_20.03.2016

EINLADUNG ZUM BENEFIZKONZERT am Sonntag den 20.März 2016 um  11 Uhr in der VOITH Villa Maria-Theresia-Straße 23, 3100 St.Pölten

 „Frühlingskonzert“

Werke von Mendelssohn, Schubert, Beethoven, Schumann und Chopin.

Eine feine, auserlesene Matinee mit dem beliebten Pianisten Robert Lehrbaumer.

Spendenkarten: EUR 25,00
Bestellungen: 0676|5405186

Nähere Infos entnehmen sie bitte der obigen Einladung.

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© Frauenhaus St.Pölten
Spendennummer:
95.000
Bankleitzahl:
32585